Ich schreibe, also bin ich.

Ich schreibe, also bin ich.

Der Titel ist eine Ableitung von „Cogito ergo sum“ – „Ich denke, also bin ich.“ – Das ist der erste Grundsatz des Philosophen René Descartes, den er nach radikalen Zweifeln an der eigenen Erkenntnisfähigkeit als nicht weiter kritisierbares Fundament formuliert und methodisch begründet: „Da es ja immer noch ich bin, der zweifelt, kann ich an diesem Ich, selbst wenn es träumt oder phantasiert, selber nicht mehr zweifeln.“ Von diesem Fundament aus versucht Descartes dann, die Erkenntnisfähigkeit wieder aufzubauen.

Durch Schreiben entsteht Wissen
Schreiben hilft mir, gelesene Themen besser zu verarbeiten, intensiver zu durchleuchten und genauer zu reflektieren. Auf der einen Seite entsteht daraus Wissen, weil das Geschriebene auf eigener Recherche basiert. Auf der anderen Seite kann ich mir viel besser meine eigene Meinung aufgrund des fundierten Wissens bilden. Ich erhoffe mir durch das Teilen meiner Blog-Beiträge, Freunde und Gleichgesinnte zu inspirieren und spannende Diskussionen anzustossen.

Früher war alles besser
Es gab die Fachmagazine, die Sonntagszeitungen, die Tageszeitungen und das Buch. Jedes einzelne Medium hatte seinen fixen Platz in der Woche: das Fachmagazin am Abend, die Sonntagszeitung zum sonntäglichen Frühstück, die Tageszeitung zum Mittagessen und das Buch kam zum Zug, wenn ich mir bewusst die nötige Zeit dafür nahm. Ich nahm mir bewusst die Zeit, mich mit den gelesenen Themen auseinanderzusetzen und zu reflektieren.

Konstante Informationsüberflutung  blockiert die Fokussierung
Heute ist alles anders: seit der Digitalisierung der Medien haben wir ständigen Zugriff auf sämtliche Inhalte, die uns interessieren. Facebook, Google, Twitter und Co. helfen uns, die unendliche Informationsflut zu filtern und uns zur richtigen Zeit, am richtigen Ort mit den richtigen Themen zu bedienen. Auf der einen Seite finde ich das superpraktisch, denn als News- und Know-How-Junkie komme ich so viel schneller zu den für mich relevanten Artikeln. Auf der anderen Seite habe ich aber ständig das Gefühl, die gelesenen Informationen gar nicht verarbeiten zu können, denn dazu fehlt mir schlicht die Zeit. Die konstante Informationsüberflutung blockiert die Fokussierung auf das Wesentliche.

Fazit: Wenn ich schreibe, und es gelesen wird, dann bin ich.

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