Warum Google die besten Köpfe rekrutiert

Warum Google die besten Köpfe rekrutiert

Ein guter Bekannter von mir, er ist ehemaliger CEO einer grossen Schweizer Medienunternehmung und heute als Investor und Berater von Medienunternehmungen tätig, gab mir das Buch „How Google Works“ von Eric Schmidt zum lesen. HowGoogleWorksTrotz seiner Erfahrung meinte er, und das weckte meine Neugier in das Buch, dass er noch so einiges dazu lernen konnte.

Dabei bin ich auf die folgenden fünf Gründe gestossen, weshalb es Google besser als anderen Firmen gelingt, überdurchschnittlich intelligente Mitarbeiter weltweit zu rekrutieren.

Kultur und Erfolg gehen Hand in Hand
Die Unternehmenskultur ist das A und O einer Unternehmung, wenn es darum geht, intelligente und kreative Mitarbeiter zu gewinnen. Gelebte Werte und Normen zeigen sich in den Denk- und Verhaltensweisen der Mitarbeiter, die wiederum die Unternehmenskultur prägen. Kultur und Erfolg gehen Hand in Hand.

Culture follows Strategy
Intelligente kreative Mitarbeiter fühlen sich von einer Vision stärker angezogen, welche in einem starken strategischen Fundament verankert ist. Deshalb ist es für intelligente und kreative Mitarbeiter besonders wichtig, einer klar definierten Strategie folgen zu können.

Einstellungsprozess muss gelernt sein
Führungskräfte und Human Resources führen die Einstellungsgespräche. Das kostet Zeit und Energie. Umso wichtiger ist es, dass der Einstellungsprozess gelernt ist und immer die selbe Methodik verwendet wird. Nur so ist eine effektive und systematische Vergleichbarkeit zwischen den Kandidaten möglich.

Kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren
Die beste Strategie bringt nichts, wenn sie nicht kommuniziert wird. Damit die Strategie von den Mitarbeitern akzeptiert werden kann, sollte die Belegschaft an der Erarbeitung beteiligt werden. Nur so entsteht ein volles Commitment und damit die Verankerung. Die Kommunikation sollte als Waffe für die gewünschte Wirkung eingesetzt werden. So sollten die Kommunikationsimpulse glaubwürdig und am Nutzen der jeweiligen Zielgruppe orientiert sein, durchgängig und konsistent.

Erfolgstreiber Innovation
Der wichtigste Erfolgstreiber zur Gewinnung von intelligenten und kreativen Mitarbeitern ist das ständige Vorantreiben neuer exzellenter Produkte. Denn Innovation bedeutet Nachhaltigkeit, was wiederum grossen Einfluss auf die Unternehmenskultur hat.

Fazit: Googles erfolgreiche Rekrutierungsmaschinerie basiert auf einer gelebten Unternehmenskultur, deren Fundament eine verankerte Strategie gepaart mit dem ständigen Vorantreiben neuer exzellenter Produkte bildet.

Warum uns Fehler besser machen

Warum uns Fehler besser machen

Wenn man einen Fehler macht, hinterlässt das nie ein gutes Gefühl. Denn es fühlt sich schmerzhaft, beklemmend oder belastend an. Das ständige Versuchen, Fehler zu vermeiden, ist jedoch kein bisschen besser. Im Gegenteil, man blockiert sogar die Risiken, die notwendig sind, um erfolgreich zu sein. Die Realität besagt, dass uns Fehler schlicht besser machen. Fehler zu machen bedeutet Erfahrungen zu sammeln. Oder wie der deutsche Schriftsteller Stephan Sarek einst zitierte: „Die Fehler, die wir gemacht haben, sind die Erfahrungen, die wir machen mussten, um die Fehler zu verhindern, die wir noch machen könnten.“

Fehler machen und Chancen kreieren liegen nahe beieinander
Top-Leader der Tech-Branche wie beispielsweise Bill Gates von Microsoft oder die Google-Gründer Sergej Brin und Larry Page sind allesamt vom College geflogen, haben darin aber keine Niederlage gesehen, sondern viel mehr die Chance erkannt und einen neuen Weg eingeschlagen – wie man sieht, einen besonders erfolgreichen. Fehler machen und Chancen kreieren liegen nahe beieinander und korrelieren, wenn man das denn auch zulässt. Chancen kreieren heisst Risiken eingehen, die man durch eine Entscheidung trifft.

Entscheidungen treffen ist nicht jedermanns Sache
Wenn man eine Entscheidung trifft, kann man richtig oder falsch liegen. Genau vor dieser Situation fürchten sich viele, denn was ist, wenn ich falsch liegen würde? Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Ein Leader trifft eine Entscheidung und ist sich den Konsequenzen bewusst, die er damit tragen wird. Denn Konsequenzen können positiv oder negativ ausfallen. Würde die Menschheit jedoch keine Entscheidungen treffen, dann würde die Welt still stehen. Entscheidungen werden also benötigt, damit Entwicklungen passieren. War die Entscheidung falsch, dann fallen die Konsequenzen negativ aus und ich habe einen Fehler gemacht. Was mache ich mit dieser Information? Entweder versinke ich schämend im Boden unter mir oder ich ziehe die Learnings aus der falschen Entscheidung und verfolge mein Ziel mit der dazu gewonnenen Erfahrung.

Neues beginnt mit Fehlern
Albert Einstein meinte mal: „Wer noch nie einen Fehler gemacht hat, hat sich noch nie an etwas Neuem versucht.“ Fehler lassen uns dazu lernen, sie lassen uns besser werden und die Angst vor Neuem verlieren. Nichts hält uns mehr zurück und lässt uns denken, dass Fehler zu machen etwas schlechtes ist. Wenn ich auf Fehler zurück blicke, die mich allenfalls Geld, Nerven oder Zeit gekostet haben, dann sind diese Fehler einen Tropfen auf dem heissen Stein. Denn die daraus entstandenen Erfahrungswerte helfen, in Zukunft genau diese Fehler nicht mehr zu machen.

Finde heraus, was funktioniert
Der einzige Weg erfolgreich zu sein, besteht darin, neue Wege zu gehen und out-of-the-box zu denken. Das Zauberwort dazu heisst: Ausprobieren. Der Erfinder der Glühbirne, Thomas Alva Edinson unterlegte diese These aus seiner Erfinderzeit mit dem Zitat: „Ich habe nicht versagt, ich habe 1000 Wege gefunden, wie es nicht funktioniert.“
Im Digital Marketing sprechen wir von A/B-Testing.

AB_Testing

Diese Methode wird beim Einsatz von Webseiten- oder App-Optimierungen oder beim Testen von Werbemittel-Sujets eingesetzt. Dabei gestaltet man zwei, drei oder mehrere Varianten, die einfache (z.B. angepasste Headlines) bis umfassende Änderungen (z.b. komplettes Redesign einer Webseite) gegenüber der Ursprungsvariante vorweisen. A/B-Testings helfen, kontinuierlich Anpassungen basierend auf harten Performance-Fakten des Nutzerverhaltens anstatt weichen Faktoren wie Bauchgefühl oder Empfehlungen vorzunehmen.

Fazit
Als Motivator, Teamleader oder Vorgesetzter musst du dich wohl fühlen, wenn Sachen schief laufen. Fehler und Fehlentscheidungen solltest du als Learning und Chance anschauen, nicht als Rückschlag. Solange du von den Fehlern lernst, die du machst, solange sind die Erfahrungen es wert.

Was sind Eure Erfahrungen im Umgang mit Fehlern?

 

 

Einsamkeit macht gute Leader

Einsamkeit macht gute Leader

In einer ständig verbundenen Arbeitswelt wird es zunehmend schwierig, Zeit für sich selbst zu finden und zu reflektieren. Grossraumbüros und eine Vielzahl an digitalen Kommunikationsmöglichkeiten verhindern die so wichtigen einsamen Zeitfenster eines Leaders. Ein guter Leader ist für sein Team da, immer und überall – so der Tenor. Dennoch geht gerne vergessen, wie wichtig es für eine Führungsperson ist, zu reflektieren und Zeit zum Nachdenken zu finden. Ein Leader ist nicht einfach nur ein Vorgesetzter, der kontrolliert und dirigiert, sondern vielmehr ein Motivator und Taktgeber.

Einsamkeit als Zeichen von emotionaler Reife
Heutzutage tendieren wir innerhalb der Gesellschaft dazu, dass Einsamkeit reine Zeitverschwendung sei und wir in ständigem Austausch mit unseren Mitmenschen sein müssen. Doch wie Scott Barry Kaufmann und Carolyn Gregoire in der Harvard Business Review beschreiben, sollten wir die Einsamkeit als ein Zeichen von emotionaler Reife und einem gesunden Geist betrachten.

Einsamkeit hilft zu fokussieren
Wissenschafter haben herausgefunden, dass unser Hirn genau soviel Einsamkeit wie soziale Interaktion benötigt. Entscheidende Erkenntnisse gewinnt unser Hirn aus der Speichertiefe von vernetzten Gedanken, Ideen und Emotionen. Um aus diesen Gedanken die Essenz heraus kristallisieren zu können, ist es wichtig, die Gedanken wandern zu lassen, ohne vom unmittelbar gewohnten Umfeld beeinflusst oder gestört zu werden. Eine zeitliche und örtliche Abgrenzung ist unumgänglich, wenn man sich auf das Wesentliche fokussieren will.

Zeitfenster schaffen
Es ist nicht einfach, im Arbeitsalltag Zeit für sich allein zu finden. Wie ich gerne zu sagen pflege: „It’s all about time management“. Eine einfache Möglichkeit ist es, in der Agenda ein Meeting einzutragen und sich somit die notwendige Zeit zu reservieren, am besten mit einer regelmässigen Wiederholung. Oder man gönnt sich mittags einen kurzen Spaziergang einmal rund ums Bürogebäude. Eine weitere Möglichkeit ist es, ausserhalb des „offiziellen“ Büros arbeiten zu können, so zum Beispiel im Home Office oder in einem Co-Working Space Office. Damit gibt man sich die nötige Zeit, die eingeschlagene Richtung und den vorgegebenen Takt zu hinterfragen, um nicht plötzlich vor einem unlösbaren Problemberg stehen zu müssen.

Fazit: Einsamkeit hilft zu fokussieren und sich unabhängig vom sozialen Umfeld zu reflektieren, um den eingeschlagenen Weg im eigenen Tun stetig zu korrigieren.