Warum 360°-Videos die neue Wunderwaffe im Marketing werden

Warum 360°-Videos die neue Wunderwaffe im Marketing werden

Mit virtueller Realität wird aktuell in allen Internetunternehmen experimentiert, die zu den First Mover der Tech-Welt gehören wollen. Facebook und Youtube bieten inzwischen die Möglichkeit an, 360-Grad-Videos in ihren Playern anzuschauen. Dies ermöglicht den Usern, in baldiger Zukunft Virtual-Reality-Formate zu konsumieren.

Mehr Bandbreite bedeutet mehr Nutzung
Online-Videos gehören heute zu den starken Waffen in der digitalen Kommunikation. Gerade die heutige einwandfreie Nutzung von Videos auf mobilen Geräten in HD-Qualität und ohne Buffering verleiht dem Format Video zusätzlichen Aufschwung im Mediamix. Denn mit Online-Videos kann mehr Reichweite aufgrund der Nutzungszunahme generiert werden. Immer grössere Bandbreiten erlauben zudem, Videos jederzeit on-the-go auf den mobilen Geräten zu konsumieren.

Online-Videowerbung wird erwachsen
Diese Nutzungsentwicklung ist vor allem bei jungen Menschen zu beobachten, die sich beispielsweise auf dem Nachhause-Weg im Zug oder Tram ihre Lieblingsserie zu Gemüte führen. Dies ruft globale Unternehmen auf den Plan, in dieses Medium massiv mehr zu investieren, um ihre Marke und ihre Produkte anschaulich zu bewerben. Bis anhin wurde Online-Videowerbung vor allem als verlängerter Arm zum TV-Spot eingesetzt, da der CPP (Cost per Point) nach zirka fünf Wochen im TV aufgrund der begrenzten Reichweite teuer zu stehen kommt. Dank den technologischen Entwicklungen steht dem Kanal Online-Video nichts mehr im Wege, erwachsen zu werden.

Storytelling nimmt eine neue Rolle ein
Seit einigen Monaten können Unternehmen 360°-Videowerbung oder 360°-Video-Content platzieren. Das Besondere daran: der User kann während des Films per Swipe-Bewegung (Mobile) oder per Mausklick (Desktop) aus beliebigen Blickwinkeln den Inhalt konsumieren und wird durch diese Interaktionsmöglichkeit zum Mitgestalter des Videos. Diese neuartige Erfahrung für den User erlaubt es einer Marke, sich auf eine komplett neue Art und Weise zu präsentieren. Das Storytelling nimmt damit eine neue Rolle ein, denn die Story muss nicht nur erzählt werden, sie muss viel mehr moderiert werden und überlässt dem User die Abfolge der Story.

Erste Brands haben sich bereits an diesem neuen Video-Format versucht. Ich habe deshalb ein paar spannende und zukunftsweisende Beispiele herausgepickt – Achtung: die 360°-Videos auf Youtube funktionieren aktuell auf dem Safari-Browser und iOS nicht:

SWISS presents The Lauberhorn in 360°

Tokio in 360 Degrees

Wingsuit 360° Experience

Visit Hamilton Island with Quantas

Fazit: mit der 360°-Technologie geht für den Kanal Online-Video eine neue Welt auf. In dieser Welt können Marketer ihre Marke oder ihr Produkt in einer völlig neuen Dimension erlebbar machen. Der User findet sich in einer Welt wieder, in der er sich selbständig bewegen, das Produkt erleben kann und näher an sich heranlässt.

Was haltet Ihr von 360°-Videos?

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Der digitale Erfolg liegt in der Marke begraben

Der digitale Erfolg liegt in der Marke begraben

Starten wir mal so: würdest du als Marketingleiter einen grossen Teil des Marketingbudgets ohne klar definierte Produktbotschaft und Positionierung ausgeben? Wahrscheinlich nicht, richtig? Trotzdem sehe ich ständig Banner, Videos und Social Media Posts mit dumpfen Botschaften, die einfach mal so durch die digitalen Kanäle geschleudert werden.

Digitale Kanäle als letzte Hoffnung
Immer wieder begegne ich in meiner Tätigkeit der Situation, dass Kunden von den digitalen Kanälen „supernatural magic stuff“ erwarten. Wenn der TV-Spot im regionalen Fernsehen wieder einmal keine Besucher in die Filialen lotst, wenn der so superlustig produzierte Radiospot doch nicht zum Pausengespräch wurde oder wenn das viel zu teure 1/8-Inserat in der Millionen-Leser-Zeitung wieder einmal keine neuen Anmeldungen generieren konnte, dann kommen die digitalen Kanäle als letzte Hoffnung zum Zug.

Digital Marketing ist nicht „supernatural magic stuff“
Unternehmen, die Mühe haben, ihren Brand mittels klassischer Massnahmen zu positionieren, suchen oft Zuflucht bei digitalen Anbietern oder Agenturen und erhoffen sich dort die schnelle (und oftmals günstige) Lösung. Doch so einfach ist es nicht. Man muss verstehen, dass trotz aller Wirkungskraft das digitale Marketing letztendlich nur eine Bündelung von vielen digitalen Kanälen ist. Digital Marketing ist nicht „supernatural magic stuff“. Dieser letzte Funke Hoffnung, mit digitalem Marketing die schnelle Lösung zu finden, wird leider zu oft von Anbietern und Agenturen zu deren Vorteil missbraucht. Sie versprechen exponentielle Traffic-Steigerungen, Awareness-Explosionen, Followers en masse und andere Return on Investment-Versprechen (ROI), die sie nicht halten können. Es besteht also die Gefahr, dass die Versprechen in lausigen Returns enden und damit dem gesamten digitalen Marketing schaden.

Marke selbst entscheidet über Erfolg
Der eigentliche Grund, weshalb digitale Massnahmen nicht wie gewünscht greifen, liegt in der Marke oder dem Produkt selbst. Wenn die Marke nicht mit geforderten Werten wie Qualität, Versprechen, Vision oder Erlebnissen aufgeladen ist, dann kann die Zielgruppe keine gefühlte Wertschätzung für die Marke oder das Produkt entwickeln. Die besten Social-Media Kampagnen beispielsweise entstehen von Marken, die es am besten verstehen, ihre Story glaubhaft zu erzählen. Kleinere und mittlere Unternehmen können noch so viel Geld in die SEO-Maschinerie investieren, trotzdem knacken sie die Top-5-Platzierungen nicht, denn diese Top-Spots sind bereits von globalen Megabrands besetzt, weil sie aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung besser wissen, wie sie ihre Story erzählen müssen.

Fazit: Eine klare Positionierung ist unumgänglich, um digital erfolgreich zu sein. Bevor ein Unternehmen jede Menge Werbegelder mit dumpfen Botschaften in digitale Kanäle investiert, braucht es eine glaubwürdige Identität. Eine Markenbotschaft, eine Sprache, eine Story – um nur ein paar Punkte zu erwähnen. Wenn das mal steht, dann stehen die Chancen gut, dass mit digitalen Massnahmen ein echter Impact geschaffen werden kann und die Marke zum digitalen Gewinner avanciert.

 

 

 

2016 im Zeichen des Mobile Marketing

2016 im Zeichen des Mobile Marketing
Die Zeichen stehen gut: die globale Nutzung der mobilen Endgeräte wie Smartphones und Tablets entwickelt sich unaufhaltsam in eine einzige Richtung: nach oben. Grund genug, die wichtigsten Trends im Mobile Marketing für die nächsten 12 Monate aufzuspüren.

1. Der Aufstieg der Mobile Video Ads
Mobile Video Ads erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit, da die Screens der mobilen Endgeräte immer grösser werden und die Auflösung ständig besser wird.
Tendenzen zeigen, dass bis 2019 der weltweite Mobile-Umsatz von den heutigen 30% bis 70% ansteigen wird. Grosser Anteil an dieser Entwicklung werden Mobile Video Ads haben.

2. Mehr In-App, weniger mobile Webseiten
Immer mehr Marken investieren in Mobile-Kampagnen, welche gezielt auf reichweitenstarken In-App-Plattformen wie Facebook, Twitter, Snapchat, LinkedIn oder Instagram ausgesteuert werden können. Relevanz als neue Messgrösse erfordert nebst Reichweiten-Power vor allem die Möglichkeit, die gewünschte Zielgruppe zur richtigen Zeit ansprechen zu können. Wir können davon ausgehen, dass auch in diesem Jahr vor allem die grossen Player aus dem Silicon Valley davon profitieren werden.

3. Interaktive Mobile-Werbung
Interaktive Mobile-Werbung hat das Potenzial dazu, User-Engagement und User-Akquisition auf ein neues Level zu hieven. Mobile-Ads, welche eine Plattform bieten, mit dem Kunden in Interaktion zu treten und dabei einen erlebnisreichen Mehrwert bieten, werden sich durchsetzen. Die neue 3D-Touch-Technologie wird dabei eine wichtige Rolle einnehmen.

4. Native Advertising als neue Branding-Kür
Native Advertising ist zwar nichts neues, doch bislang fehlte dazu die konsequente Content-Strategie von Werbetreibenden. In diesem Jahr wird Native Advertising definitiv seinen fixen Platz im Kommunikationsmix finden. Native Advertising übernimmt die Rolle des Brandings im Mobile Marketing. Dabei steht nicht die klassische Verkaufsförderung eines Produkts im Vordergrund (wie beim klassischen Mobile-Ad), sondern die Generierung von Mehrwert durch gezielte Platzierung von Content bei der passenden Zielgruppe.

5. Mobile Payment
„Mobile First“ setzt sich 2016 auch im Zahlungsbereich durch. Der Vorwärtsgang des Mobile Payment wird sich aufgrund neuer Angebote wie Apple Pay oder TWINT weiter fortsetzen. Das Marktforschungsinstitut Forrester erwartet, dass die Mobile-Zahlungen in den USA bis 2019 auf $142 Mia. anwachsen werden.

6. Data-Driven Engagement als Zauberwort
Die Zeit ist vorbei, Kunden mit Einweg-Kommunikation und banaler Information zu langweilen. Unternehmen müssen lernen zu verstehen, wie sie ihre Kunden auf einer persönlichen Ebene erreichen und mit ihnen eine Bindung aufbauen können, basieren auf deren Kundenverhalten. Mobile Marketing wird Unternehmen helfen, wichtige Daten zu generieren, um eine datenbasierte Bindung aufzubauen und nachhaltig zu entwickeln.

Fazit: 2016 steht ganz im Zeichen von Mobile Marketing. Mobile Video Ads, Native Advertising, Mobile Payment und Data-Driven Engagement werden die starken Treiber sein.