Wenn man einen Fehler macht, hinterlässt das nie ein gutes Gefühl. Denn es fühlt sich schmerzhaft, beklemmend oder belastend an. Das ständige Versuchen, Fehler zu vermeiden, ist jedoch kein bisschen besser. Im Gegenteil, man blockiert sogar die Risiken, die notwendig sind, um erfolgreich zu sein. Die Realität besagt, dass uns Fehler schlicht besser machen. Fehler zu machen bedeutet Erfahrungen zu sammeln. Oder wie der deutsche Schriftsteller Stephan Sarek einst zitierte: „Die Fehler, die wir gemacht haben, sind die Erfahrungen, die wir machen mussten, um die Fehler zu verhindern, die wir noch machen könnten.“

Fehler machen und Chancen kreieren liegen nahe beieinander
Top-Leader der Tech-Branche wie beispielsweise Bill Gates von Microsoft oder die Google-Gründer Sergej Brin und Larry Page sind allesamt vom College geflogen, haben darin aber keine Niederlage gesehen, sondern viel mehr die Chance erkannt und einen neuen Weg eingeschlagen – wie man sieht, einen besonders erfolgreichen. Fehler machen und Chancen kreieren liegen nahe beieinander und korrelieren, wenn man das denn auch zulässt. Chancen kreieren heisst Risiken eingehen, die man durch eine Entscheidung trifft.

Entscheidungen treffen ist nicht jedermanns Sache
Wenn man eine Entscheidung trifft, kann man richtig oder falsch liegen. Genau vor dieser Situation fürchten sich viele, denn was ist, wenn ich falsch liegen würde? Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Ein Leader trifft eine Entscheidung und ist sich den Konsequenzen bewusst, die er damit tragen wird. Denn Konsequenzen können positiv oder negativ ausfallen. Würde die Menschheit jedoch keine Entscheidungen treffen, dann würde die Welt still stehen. Entscheidungen werden also benötigt, damit Entwicklungen passieren. War die Entscheidung falsch, dann fallen die Konsequenzen negativ aus und ich habe einen Fehler gemacht. Was mache ich mit dieser Information? Entweder versinke ich schämend im Boden unter mir oder ich ziehe die Learnings aus der falschen Entscheidung und verfolge mein Ziel mit der dazu gewonnenen Erfahrung.

Neues beginnt mit Fehlern
Albert Einstein meinte mal: „Wer noch nie einen Fehler gemacht hat, hat sich noch nie an etwas Neuem versucht.“ Fehler lassen uns dazu lernen, sie lassen uns besser werden und die Angst vor Neuem verlieren. Nichts hält uns mehr zurück und lässt uns denken, dass Fehler zu machen etwas schlechtes ist. Wenn ich auf Fehler zurück blicke, die mich allenfalls Geld, Nerven oder Zeit gekostet haben, dann sind diese Fehler einen Tropfen auf dem heissen Stein. Denn die daraus entstandenen Erfahrungswerte helfen, in Zukunft genau diese Fehler nicht mehr zu machen.

Finde heraus, was funktioniert
Der einzige Weg erfolgreich zu sein, besteht darin, neue Wege zu gehen und out-of-the-box zu denken. Das Zauberwort dazu heisst: Ausprobieren. Der Erfinder der Glühbirne, Thomas Alva Edinson unterlegte diese These aus seiner Erfinderzeit mit dem Zitat: „Ich habe nicht versagt, ich habe 1000 Wege gefunden, wie es nicht funktioniert.“
Im Digital Marketing sprechen wir von A/B-Testing.

AB_Testing

Diese Methode wird beim Einsatz von Webseiten- oder App-Optimierungen oder beim Testen von Werbemittel-Sujets eingesetzt. Dabei gestaltet man zwei, drei oder mehrere Varianten, die einfache (z.B. angepasste Headlines) bis umfassende Änderungen (z.b. komplettes Redesign einer Webseite) gegenüber der Ursprungsvariante vorweisen. A/B-Testings helfen, kontinuierlich Anpassungen basierend auf harten Performance-Fakten des Nutzerverhaltens anstatt weichen Faktoren wie Bauchgefühl oder Empfehlungen vorzunehmen.

Fazit
Als Motivator, Teamleader oder Vorgesetzter musst du dich wohl fühlen, wenn Sachen schief laufen. Fehler und Fehlentscheidungen solltest du als Learning und Chance anschauen, nicht als Rückschlag. Solange du von den Fehlern lernst, die du machst, solange sind die Erfahrungen es wert.

Was sind Eure Erfahrungen im Umgang mit Fehlern?

 

 

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3 Gedanken zu “Warum uns Fehler besser machen

  1. Danke für diesen Artikel, Raphi!
    Fehler machen und im worst Case sogar scheitern ist sehr schmerzhaft, dennoch sollte man – wie Du richtig beschreibst – den Mut dazu aufbringen. Deinen Vergleich mit A/B-Testing finde ich sehr passend. Je strukturierter man wagt und Fehler macht, desto grösser sind die Learnings daraus.

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