„Adtech is like Hunger Games, at the Top it’s getting really ugly.“

„Adtech is like Hunger Games, at the Top it’s getting really ugly.“
Vorletzte Woche ging es für zwei Tage an die Online Marketing Rockstars Konferenz in Hamburg. Viel habe ich darüber gelesen und trotzdem nur wenig darüber erfahren, was dort wirklich so abgeht. Grund genug also, sich selbst ein Bild vor Ort zu machen. Hier findet ihr meine persönlichen Highlights zusammengefasst.

„Adtech makes fun as long as you work for Google or Facebook“

Den Startschuss machte mal niemand geringeres als Scott Galloway, die Marketing-Professorenkoriphäe der NYU Stern School of Business und Inhaber des Think Tanks L2Inc. Seine gewohnt kritische und zynische Art liess gar nichts offen.

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Facebook Advertising Revenues vs. U.S. Consumer Magazine Ad Revenue – Scott Galloway

Locker hängende Sprüche wie „Adtech is like Hunger Games, at the top it’s getting really ugly“ oder „Adtech makes fun as long as you work for Google or Facebook“ waren nur zur Aufwärmung gedacht. Dass 50% des gesamten Mobile-Traffics heutzutage den beiden grossen Facebook und Google zu zuweisen sind, erachtet der angesehene Professor nicht etwa als Bedrohung, sondern viel mehr als reale Situation, die sich wohl nicht so schnell zu ändern scheint. Furchteinflössender aber auch themenrelevant war seine Aussage, dass Profit nicht weniger als das Heroin der Stockmarkets sei. Aus diesem Grund liess sich Jeff Bezos, Gründer von Amazon, nie in die drogensüchtigen Knie der Wallstreet-Journalisten zwingen. Der Erfolg gibt ihm Recht. Apple steht an, nicht etwa des Wachstums wegen, sondern weil die Wallstreet-Investoren schlicht Produktinnovation mit Umsatzwachstum verwechseln und nun Apple als das nächste Yahoo! hinzustellen versuchen.

Es begann mit einem Newsletter an ein paar Freunde

Da war die Kost von My Little Paris gemütlicher zu verdauen. Es begann alles mit einem Newsletter an die besten Freunde, die mit Geheimtipps und Insiderinfos in und um Paris bedient werden sollten. Ein paar Jahre später verschickt My Little Paris regelmässig den Newsletter an 2 Mio. Abonennten weltweit. Wie sie das geschafft hat? Ganz einfach: der User bildet stets den Fokus für das gesamtheitliche Tun. Dazu gehören nebst den Themen vor allem Grafik, Illustration und die Sprache. Erzählt werden Stories, täglich und stets überraschend. Wie man damit Geld verdient? Authentisch bleiben.

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Fany Péchiodat, My Little Paris

Auch wenn es um die zahlenden Werbekunden geht. Deshalb sieht man bei My Little Paris keine Otto-Normalverbraucher-Banner sondern im Stil von My Little Paris illustrierte Banner und Stories. Ziemlich aufwändige Geschichte, jedoch nicht weniger effektiv und vor allem authentischer als jegliche langweiligen Bannerkampagnen im Netz. Doch damit nicht genug: Fany Péchiodat, Founder von My Little Paris meint, dass die virtuelle Welt früher oder später an ihre Grenzen stossen würde, weshalb sie die Transformation in die reale Welt mit My Little Box lancierte. Abonentinnen können nun ein Abo lösen, damit sie monatlich mit den heissesten Trends aus Beauty, Kosmetik und Accessories bedient werden, sozusagen My Little Paris zum Anfassen. Und übrigens: My Little Paris ist in fünf Ländern aktiv und heftig auf Expansionskurs.

Growth Hacking kann jedermann
Neil Patel, Gründer von Quick Sprout dagegen ist so etwas wie das Gegenteil von Fany. Effektiv, schlau und nur auf eines aus: die grünen Scheine! 10’000 Bucks macht er mit seinen Growth Hacking Tricks – pro Tag! Wie das geht? Ganz einfach: in typisch amerikanischer Manier verrät er die sieben super-geheimen Geheimtipps den zirka 5000 Anwesenden:
  1. Flip around your funnel
  2. Make signing up easy
  3. Leverage instagram
  4. Integrations
  5. Tripwire – offer Offers, that you can’t say no!
  6. Webinars
  7. Review
Oder wie man mit Webinars Geld verdienen kann? Hier kommt die Betriebsanleitung:
How_to_sell_through_webinars
How to sell through webinars – Neil Patel

Im Nachhinein meinte fiese Stimmen, dass nur die oberflächlichen Amerikaner auf diese billigen Tricks reinfallen würden. Naja, soll mal jeder selbst wissen.

Ohne Trans-Action keine Trans-Formation

Christian Schmalzl, COO von Ströer SE, hat Eier. Er steuert eine der kühnsten Unternehmungen, die die digitale Branche in Deutschland je gesehen hat: Hunderte von Millionen Euro hat der einstige reine Aussenwerbevermarkter Ströer unter der Leitung von  Christian Schmalzl bislang in die Online-Industrie investiert. Herausstechend sind sicher die Übernahmen von T-Online oder Statista.

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Christian Schmalzl, Ströer

Warum sie das tun? In einem derart fragmentierten Markt wie der Online-Branche stelle die Unternehmensgrösse ein zentrales Kriterium, um gegen globale Grössen wie Facebook oder Google anzukommen. Die eigentliche Stärke liegt jedoch nicht in den massiven Zukäufen digitaler Agenturen und Tech-Firmen, sondern vielmehr in der dezentralen Vertriebsstruktur und der damit einhergehenden lokalen Verankerung von Ströer. Christian Schmalzl ist überzeugt, dass die crossmediale Kombination zwischen digitaler Out-of-Home Werbung und Online- und Mobile-Werbung neues Potenzial für das gezielte Erreichen des User Journeys schafft. Mit dem Zukauf einer kanadischen SSP (Sell Side Plattform) können Agenturen und Kunden via DSP (Demand Side Plattform) bereits gegen Ende des zweiten Quartals dieses Jahres programmatisch das digitale Aussenwerbeinventar von Ströer einkaufen.

War Bonin Bough der heimliche Rockstar der Online Marketing Konferenz?

Er schaut aus wie ein Rockstar, er bewegt sich wie ein Rockstar und auf der Konferenz-Bühne schreit er sich die Seele aus dem Leib wie ein Rockstar. Bonin Bough ist kein typischer CMO für ein Megakonzern wie Mondelez (früher Kraft Foods).

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Bonin Bough – Marketing-Rockstar von Mondelez

Und er funktioniert auch nicht wie ein typischer CMO. Als Bough zu Mondelez wechselte, schob er gleich 50% des 200-Millionen-Werbebudgets ins Digitale, 10% davon parkierte er im Mobile. Live-Marketing und den intelligenten Einsatz von Social Media ist Boughs grosse Stärke. Als beispielsweise beim Superbowl 2013 der Strom ausfiel, twitterte die Kekse Oreo ein schwarzes Bild mit dem Quote „You can still dunk in the dark“. Dieser Tweet wurde über 15’000 Mal geteilt und wurde zum Hauptthema unter den gelangweilten Football-Fans. Auch bei Snapchat war Mondelez als erster globaler Grosskonzern mit dabei. So lancierten sie für den Brand Sour Then Sweet eine Snapchat-Kampagne, die ihnen auf Anhieb 120’000 Follower und 6,8 Millionen Impressions generierte.

Fazit: Online Marketing Rockstars ist ein Must für jeden Online Marketer, Start-Upper, Unternehmer und Digital-Verantwortliche. OMR verbindet Kreativität, Know-How und Business auf  authentische Art und Weise und bietet mit Messe, Masterclasses und dem Konferenzprogramm den idealen Mix. Auch das Networking kommt auf seine Kosten, denn an der OMR trifft man die richtigen und wichtigen der Szene. 

 

Warum Google die besten Köpfe rekrutiert

Warum Google die besten Köpfe rekrutiert

Ein guter Bekannter von mir, er ist ehemaliger CEO einer grossen Schweizer Medienunternehmung und heute als Investor und Berater von Medienunternehmungen tätig, gab mir das Buch „How Google Works“ von Eric Schmidt zum lesen. HowGoogleWorksTrotz seiner Erfahrung meinte er, und das weckte meine Neugier in das Buch, dass er noch so einiges dazu lernen konnte.

Dabei bin ich auf die folgenden fünf Gründe gestossen, weshalb es Google besser als anderen Firmen gelingt, überdurchschnittlich intelligente Mitarbeiter weltweit zu rekrutieren.

Kultur und Erfolg gehen Hand in Hand
Die Unternehmenskultur ist das A und O einer Unternehmung, wenn es darum geht, intelligente und kreative Mitarbeiter zu gewinnen. Gelebte Werte und Normen zeigen sich in den Denk- und Verhaltensweisen der Mitarbeiter, die wiederum die Unternehmenskultur prägen. Kultur und Erfolg gehen Hand in Hand.

Culture follows Strategy
Intelligente kreative Mitarbeiter fühlen sich von einer Vision stärker angezogen, welche in einem starken strategischen Fundament verankert ist. Deshalb ist es für intelligente und kreative Mitarbeiter besonders wichtig, einer klar definierten Strategie folgen zu können.

Einstellungsprozess muss gelernt sein
Führungskräfte und Human Resources führen die Einstellungsgespräche. Das kostet Zeit und Energie. Umso wichtiger ist es, dass der Einstellungsprozess gelernt ist und immer die selbe Methodik verwendet wird. Nur so ist eine effektive und systematische Vergleichbarkeit zwischen den Kandidaten möglich.

Kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren
Die beste Strategie bringt nichts, wenn sie nicht kommuniziert wird. Damit die Strategie von den Mitarbeitern akzeptiert werden kann, sollte die Belegschaft an der Erarbeitung beteiligt werden. Nur so entsteht ein volles Commitment und damit die Verankerung. Die Kommunikation sollte als Waffe für die gewünschte Wirkung eingesetzt werden. So sollten die Kommunikationsimpulse glaubwürdig und am Nutzen der jeweiligen Zielgruppe orientiert sein, durchgängig und konsistent.

Erfolgstreiber Innovation
Der wichtigste Erfolgstreiber zur Gewinnung von intelligenten und kreativen Mitarbeitern ist das ständige Vorantreiben neuer exzellenter Produkte. Denn Innovation bedeutet Nachhaltigkeit, was wiederum grossen Einfluss auf die Unternehmenskultur hat.

Fazit: Googles erfolgreiche Rekrutierungsmaschinerie basiert auf einer gelebten Unternehmenskultur, deren Fundament eine verankerte Strategie gepaart mit dem ständigen Vorantreiben neuer exzellenter Produkte bildet.

Warum 360°-Videos die neue Wunderwaffe im Marketing werden

Warum 360°-Videos die neue Wunderwaffe im Marketing werden

Mit virtueller Realität wird aktuell in allen Internetunternehmen experimentiert, die zu den First Mover der Tech-Welt gehören wollen. Facebook und Youtube bieten inzwischen die Möglichkeit an, 360-Grad-Videos in ihren Playern anzuschauen. Dies ermöglicht den Usern, in baldiger Zukunft Virtual-Reality-Formate zu konsumieren.

Mehr Bandbreite bedeutet mehr Nutzung
Online-Videos gehören heute zu den starken Waffen in der digitalen Kommunikation. Gerade die heutige einwandfreie Nutzung von Videos auf mobilen Geräten in HD-Qualität und ohne Buffering verleiht dem Format Video zusätzlichen Aufschwung im Mediamix. Denn mit Online-Videos kann mehr Reichweite aufgrund der Nutzungszunahme generiert werden. Immer grössere Bandbreiten erlauben zudem, Videos jederzeit on-the-go auf den mobilen Geräten zu konsumieren.

Online-Videowerbung wird erwachsen
Diese Nutzungsentwicklung ist vor allem bei jungen Menschen zu beobachten, die sich beispielsweise auf dem Nachhause-Weg im Zug oder Tram ihre Lieblingsserie zu Gemüte führen. Dies ruft globale Unternehmen auf den Plan, in dieses Medium massiv mehr zu investieren, um ihre Marke und ihre Produkte anschaulich zu bewerben. Bis anhin wurde Online-Videowerbung vor allem als verlängerter Arm zum TV-Spot eingesetzt, da der CPP (Cost per Point) nach zirka fünf Wochen im TV aufgrund der begrenzten Reichweite teuer zu stehen kommt. Dank den technologischen Entwicklungen steht dem Kanal Online-Video nichts mehr im Wege, erwachsen zu werden.

Storytelling nimmt eine neue Rolle ein
Seit einigen Monaten können Unternehmen 360°-Videowerbung oder 360°-Video-Content platzieren. Das Besondere daran: der User kann während des Films per Swipe-Bewegung (Mobile) oder per Mausklick (Desktop) aus beliebigen Blickwinkeln den Inhalt konsumieren und wird durch diese Interaktionsmöglichkeit zum Mitgestalter des Videos. Diese neuartige Erfahrung für den User erlaubt es einer Marke, sich auf eine komplett neue Art und Weise zu präsentieren. Das Storytelling nimmt damit eine neue Rolle ein, denn die Story muss nicht nur erzählt werden, sie muss viel mehr moderiert werden und überlässt dem User die Abfolge der Story.

Erste Brands haben sich bereits an diesem neuen Video-Format versucht. Ich habe deshalb ein paar spannende und zukunftsweisende Beispiele herausgepickt – Achtung: die 360°-Videos auf Youtube funktionieren aktuell auf dem Safari-Browser und iOS nicht:

SWISS presents The Lauberhorn in 360°

Tokio in 360 Degrees

Wingsuit 360° Experience

Visit Hamilton Island with Quantas

Fazit: mit der 360°-Technologie geht für den Kanal Online-Video eine neue Welt auf. In dieser Welt können Marketer ihre Marke oder ihr Produkt in einer völlig neuen Dimension erlebbar machen. Der User findet sich in einer Welt wieder, in der er sich selbständig bewegen, das Produkt erleben kann und näher an sich heranlässt.

Was haltet Ihr von 360°-Videos?

Warum uns Fehler besser machen

Warum uns Fehler besser machen

Wenn man einen Fehler macht, hinterlässt das nie ein gutes Gefühl. Denn es fühlt sich schmerzhaft, beklemmend oder belastend an. Das ständige Versuchen, Fehler zu vermeiden, ist jedoch kein bisschen besser. Im Gegenteil, man blockiert sogar die Risiken, die notwendig sind, um erfolgreich zu sein. Die Realität besagt, dass uns Fehler schlicht besser machen. Fehler zu machen bedeutet Erfahrungen zu sammeln. Oder wie der deutsche Schriftsteller Stephan Sarek einst zitierte: „Die Fehler, die wir gemacht haben, sind die Erfahrungen, die wir machen mussten, um die Fehler zu verhindern, die wir noch machen könnten.“

Fehler machen und Chancen kreieren liegen nahe beieinander
Top-Leader der Tech-Branche wie beispielsweise Bill Gates von Microsoft oder die Google-Gründer Sergej Brin und Larry Page sind allesamt vom College geflogen, haben darin aber keine Niederlage gesehen, sondern viel mehr die Chance erkannt und einen neuen Weg eingeschlagen – wie man sieht, einen besonders erfolgreichen. Fehler machen und Chancen kreieren liegen nahe beieinander und korrelieren, wenn man das denn auch zulässt. Chancen kreieren heisst Risiken eingehen, die man durch eine Entscheidung trifft.

Entscheidungen treffen ist nicht jedermanns Sache
Wenn man eine Entscheidung trifft, kann man richtig oder falsch liegen. Genau vor dieser Situation fürchten sich viele, denn was ist, wenn ich falsch liegen würde? Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Ein Leader trifft eine Entscheidung und ist sich den Konsequenzen bewusst, die er damit tragen wird. Denn Konsequenzen können positiv oder negativ ausfallen. Würde die Menschheit jedoch keine Entscheidungen treffen, dann würde die Welt still stehen. Entscheidungen werden also benötigt, damit Entwicklungen passieren. War die Entscheidung falsch, dann fallen die Konsequenzen negativ aus und ich habe einen Fehler gemacht. Was mache ich mit dieser Information? Entweder versinke ich schämend im Boden unter mir oder ich ziehe die Learnings aus der falschen Entscheidung und verfolge mein Ziel mit der dazu gewonnenen Erfahrung.

Neues beginnt mit Fehlern
Albert Einstein meinte mal: „Wer noch nie einen Fehler gemacht hat, hat sich noch nie an etwas Neuem versucht.“ Fehler lassen uns dazu lernen, sie lassen uns besser werden und die Angst vor Neuem verlieren. Nichts hält uns mehr zurück und lässt uns denken, dass Fehler zu machen etwas schlechtes ist. Wenn ich auf Fehler zurück blicke, die mich allenfalls Geld, Nerven oder Zeit gekostet haben, dann sind diese Fehler einen Tropfen auf dem heissen Stein. Denn die daraus entstandenen Erfahrungswerte helfen, in Zukunft genau diese Fehler nicht mehr zu machen.

Finde heraus, was funktioniert
Der einzige Weg erfolgreich zu sein, besteht darin, neue Wege zu gehen und out-of-the-box zu denken. Das Zauberwort dazu heisst: Ausprobieren. Der Erfinder der Glühbirne, Thomas Alva Edinson unterlegte diese These aus seiner Erfinderzeit mit dem Zitat: „Ich habe nicht versagt, ich habe 1000 Wege gefunden, wie es nicht funktioniert.“
Im Digital Marketing sprechen wir von A/B-Testing.

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Diese Methode wird beim Einsatz von Webseiten- oder App-Optimierungen oder beim Testen von Werbemittel-Sujets eingesetzt. Dabei gestaltet man zwei, drei oder mehrere Varianten, die einfache (z.B. angepasste Headlines) bis umfassende Änderungen (z.b. komplettes Redesign einer Webseite) gegenüber der Ursprungsvariante vorweisen. A/B-Testings helfen, kontinuierlich Anpassungen basierend auf harten Performance-Fakten des Nutzerverhaltens anstatt weichen Faktoren wie Bauchgefühl oder Empfehlungen vorzunehmen.

Fazit
Als Motivator, Teamleader oder Vorgesetzter musst du dich wohl fühlen, wenn Sachen schief laufen. Fehler und Fehlentscheidungen solltest du als Learning und Chance anschauen, nicht als Rückschlag. Solange du von den Fehlern lernst, die du machst, solange sind die Erfahrungen es wert.

Was sind Eure Erfahrungen im Umgang mit Fehlern?

 

 

Der digitale Erfolg liegt in der Marke begraben

Der digitale Erfolg liegt in der Marke begraben

Starten wir mal so: würdest du als Marketingleiter einen grossen Teil des Marketingbudgets ohne klar definierte Produktbotschaft und Positionierung ausgeben? Wahrscheinlich nicht, richtig? Trotzdem sehe ich ständig Banner, Videos und Social Media Posts mit dumpfen Botschaften, die einfach mal so durch die digitalen Kanäle geschleudert werden.

Digitale Kanäle als letzte Hoffnung
Immer wieder begegne ich in meiner Tätigkeit der Situation, dass Kunden von den digitalen Kanälen „supernatural magic stuff“ erwarten. Wenn der TV-Spot im regionalen Fernsehen wieder einmal keine Besucher in die Filialen lotst, wenn der so superlustig produzierte Radiospot doch nicht zum Pausengespräch wurde oder wenn das viel zu teure 1/8-Inserat in der Millionen-Leser-Zeitung wieder einmal keine neuen Anmeldungen generieren konnte, dann kommen die digitalen Kanäle als letzte Hoffnung zum Zug.

Digital Marketing ist nicht „supernatural magic stuff“
Unternehmen, die Mühe haben, ihren Brand mittels klassischer Massnahmen zu positionieren, suchen oft Zuflucht bei digitalen Anbietern oder Agenturen und erhoffen sich dort die schnelle (und oftmals günstige) Lösung. Doch so einfach ist es nicht. Man muss verstehen, dass trotz aller Wirkungskraft das digitale Marketing letztendlich nur eine Bündelung von vielen digitalen Kanälen ist. Digital Marketing ist nicht „supernatural magic stuff“. Dieser letzte Funke Hoffnung, mit digitalem Marketing die schnelle Lösung zu finden, wird leider zu oft von Anbietern und Agenturen zu deren Vorteil missbraucht. Sie versprechen exponentielle Traffic-Steigerungen, Awareness-Explosionen, Followers en masse und andere Return on Investment-Versprechen (ROI), die sie nicht halten können. Es besteht also die Gefahr, dass die Versprechen in lausigen Returns enden und damit dem gesamten digitalen Marketing schaden.

Marke selbst entscheidet über Erfolg
Der eigentliche Grund, weshalb digitale Massnahmen nicht wie gewünscht greifen, liegt in der Marke oder dem Produkt selbst. Wenn die Marke nicht mit geforderten Werten wie Qualität, Versprechen, Vision oder Erlebnissen aufgeladen ist, dann kann die Zielgruppe keine gefühlte Wertschätzung für die Marke oder das Produkt entwickeln. Die besten Social-Media Kampagnen beispielsweise entstehen von Marken, die es am besten verstehen, ihre Story glaubhaft zu erzählen. Kleinere und mittlere Unternehmen können noch so viel Geld in die SEO-Maschinerie investieren, trotzdem knacken sie die Top-5-Platzierungen nicht, denn diese Top-Spots sind bereits von globalen Megabrands besetzt, weil sie aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung besser wissen, wie sie ihre Story erzählen müssen.

Fazit: Eine klare Positionierung ist unumgänglich, um digital erfolgreich zu sein. Bevor ein Unternehmen jede Menge Werbegelder mit dumpfen Botschaften in digitale Kanäle investiert, braucht es eine glaubwürdige Identität. Eine Markenbotschaft, eine Sprache, eine Story – um nur ein paar Punkte zu erwähnen. Wenn das mal steht, dann stehen die Chancen gut, dass mit digitalen Massnahmen ein echter Impact geschaffen werden kann und die Marke zum digitalen Gewinner avanciert.

 

 

 

2016 im Zeichen des Mobile Marketing

2016 im Zeichen des Mobile Marketing
Die Zeichen stehen gut: die globale Nutzung der mobilen Endgeräte wie Smartphones und Tablets entwickelt sich unaufhaltsam in eine einzige Richtung: nach oben. Grund genug, die wichtigsten Trends im Mobile Marketing für die nächsten 12 Monate aufzuspüren.

1. Der Aufstieg der Mobile Video Ads
Mobile Video Ads erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit, da die Screens der mobilen Endgeräte immer grösser werden und die Auflösung ständig besser wird.
Tendenzen zeigen, dass bis 2019 der weltweite Mobile-Umsatz von den heutigen 30% bis 70% ansteigen wird. Grosser Anteil an dieser Entwicklung werden Mobile Video Ads haben.

2. Mehr In-App, weniger mobile Webseiten
Immer mehr Marken investieren in Mobile-Kampagnen, welche gezielt auf reichweitenstarken In-App-Plattformen wie Facebook, Twitter, Snapchat, LinkedIn oder Instagram ausgesteuert werden können. Relevanz als neue Messgrösse erfordert nebst Reichweiten-Power vor allem die Möglichkeit, die gewünschte Zielgruppe zur richtigen Zeit ansprechen zu können. Wir können davon ausgehen, dass auch in diesem Jahr vor allem die grossen Player aus dem Silicon Valley davon profitieren werden.

3. Interaktive Mobile-Werbung
Interaktive Mobile-Werbung hat das Potenzial dazu, User-Engagement und User-Akquisition auf ein neues Level zu hieven. Mobile-Ads, welche eine Plattform bieten, mit dem Kunden in Interaktion zu treten und dabei einen erlebnisreichen Mehrwert bieten, werden sich durchsetzen. Die neue 3D-Touch-Technologie wird dabei eine wichtige Rolle einnehmen.

4. Native Advertising als neue Branding-Kür
Native Advertising ist zwar nichts neues, doch bislang fehlte dazu die konsequente Content-Strategie von Werbetreibenden. In diesem Jahr wird Native Advertising definitiv seinen fixen Platz im Kommunikationsmix finden. Native Advertising übernimmt die Rolle des Brandings im Mobile Marketing. Dabei steht nicht die klassische Verkaufsförderung eines Produkts im Vordergrund (wie beim klassischen Mobile-Ad), sondern die Generierung von Mehrwert durch gezielte Platzierung von Content bei der passenden Zielgruppe.

5. Mobile Payment
„Mobile First“ setzt sich 2016 auch im Zahlungsbereich durch. Der Vorwärtsgang des Mobile Payment wird sich aufgrund neuer Angebote wie Apple Pay oder TWINT weiter fortsetzen. Das Marktforschungsinstitut Forrester erwartet, dass die Mobile-Zahlungen in den USA bis 2019 auf $142 Mia. anwachsen werden.

6. Data-Driven Engagement als Zauberwort
Die Zeit ist vorbei, Kunden mit Einweg-Kommunikation und banaler Information zu langweilen. Unternehmen müssen lernen zu verstehen, wie sie ihre Kunden auf einer persönlichen Ebene erreichen und mit ihnen eine Bindung aufbauen können, basieren auf deren Kundenverhalten. Mobile Marketing wird Unternehmen helfen, wichtige Daten zu generieren, um eine datenbasierte Bindung aufzubauen und nachhaltig zu entwickeln.

Fazit: 2016 steht ganz im Zeichen von Mobile Marketing. Mobile Video Ads, Native Advertising, Mobile Payment und Data-Driven Engagement werden die starken Treiber sein.
Einsamkeit macht gute Leader

Einsamkeit macht gute Leader

In einer ständig verbundenen Arbeitswelt wird es zunehmend schwierig, Zeit für sich selbst zu finden und zu reflektieren. Grossraumbüros und eine Vielzahl an digitalen Kommunikationsmöglichkeiten verhindern die so wichtigen einsamen Zeitfenster eines Leaders. Ein guter Leader ist für sein Team da, immer und überall – so der Tenor. Dennoch geht gerne vergessen, wie wichtig es für eine Führungsperson ist, zu reflektieren und Zeit zum Nachdenken zu finden. Ein Leader ist nicht einfach nur ein Vorgesetzter, der kontrolliert und dirigiert, sondern vielmehr ein Motivator und Taktgeber.

Einsamkeit als Zeichen von emotionaler Reife
Heutzutage tendieren wir innerhalb der Gesellschaft dazu, dass Einsamkeit reine Zeitverschwendung sei und wir in ständigem Austausch mit unseren Mitmenschen sein müssen. Doch wie Scott Barry Kaufmann und Carolyn Gregoire in der Harvard Business Review beschreiben, sollten wir die Einsamkeit als ein Zeichen von emotionaler Reife und einem gesunden Geist betrachten.

Einsamkeit hilft zu fokussieren
Wissenschafter haben herausgefunden, dass unser Hirn genau soviel Einsamkeit wie soziale Interaktion benötigt. Entscheidende Erkenntnisse gewinnt unser Hirn aus der Speichertiefe von vernetzten Gedanken, Ideen und Emotionen. Um aus diesen Gedanken die Essenz heraus kristallisieren zu können, ist es wichtig, die Gedanken wandern zu lassen, ohne vom unmittelbar gewohnten Umfeld beeinflusst oder gestört zu werden. Eine zeitliche und örtliche Abgrenzung ist unumgänglich, wenn man sich auf das Wesentliche fokussieren will.

Zeitfenster schaffen
Es ist nicht einfach, im Arbeitsalltag Zeit für sich allein zu finden. Wie ich gerne zu sagen pflege: „It’s all about time management“. Eine einfache Möglichkeit ist es, in der Agenda ein Meeting einzutragen und sich somit die notwendige Zeit zu reservieren, am besten mit einer regelmässigen Wiederholung. Oder man gönnt sich mittags einen kurzen Spaziergang einmal rund ums Bürogebäude. Eine weitere Möglichkeit ist es, ausserhalb des „offiziellen“ Büros arbeiten zu können, so zum Beispiel im Home Office oder in einem Co-Working Space Office. Damit gibt man sich die nötige Zeit, die eingeschlagene Richtung und den vorgegebenen Takt zu hinterfragen, um nicht plötzlich vor einem unlösbaren Problemberg stehen zu müssen.

Fazit: Einsamkeit hilft zu fokussieren und sich unabhängig vom sozialen Umfeld zu reflektieren, um den eingeschlagenen Weg im eigenen Tun stetig zu korrigieren.